Was ist ein Flachdach? 

Unter Flachdächer fallen alle Dächer mit einer Neigung unter 10°. Damit Regenwasser abfließt, sollten sie nach DIN 18531 ein Mindestgefälle von 2° aufweisen. Aufgrund des sehr geringen Neigungswinkels fließt Wasser langsamer ab, als es bei Schräg- oder Steildächern der Fall ist. Bei Unebenheiten können sich Pfützen bilden.  
Hier ist dein Know-how gefragt! Ein flaches Dach benötigt eine optimale Abdichtung und darf keinen Tropfen Wasser durchlassen. Sind diese Herausforderungen einmal gemeistert und die Dachdämmung ideal geplant, wird schnell klar, was mit einem Flachdach alles möglich ist. 

Die Vorteile einer Flachdachkonstruktion  

Flachdächer eignen sich hervorragend für Industrie- und Gewerbehallen. Waren lassen sich hier bis kurz unter das Dach stapeln. Zudem können eingebaute Lichtkuppeln für eine Ausleuchtung der gesamten Lagerhalle sorgen, verringern die Energiekosten und bieten einen schnellen Rauchabzug im Falle eines Feuers. 

Außerdem schaffen Flachdachkonstruktionen ideale Voraussetzungen für Dachbegrünungen. Diese bieten eine weitere Dämmung und erzeugen saubere Luft. Besonders Dächer von Gewerbehallen können einen großflächigen Lebensraum für Pflanzen, Vögel und Insekten bilden. 

Ein flacher Dachaufbau birgt aber noch viele weitere Vorteile. Verschaffe dir hier einen Überblick: 

Wie sieht ein Flachdach aus und aus welchen Schichten setzt es sich zusammen? Erfahre im folgenden Absatz mehr über den Flachdachaufbau und die gängigsten Konstruktionen. 

Die drei Flachdachkonstruktionen 

Flachdächer gibt es in folgenden drei Varianten: 

Die verbreitete Konstruktion ist, die nicht belüftete, einschalige Version, die oft als Warmdach bezeichnet wird. Hier sind die Konstruktionsschichten direkt auf die Unterkonstruktion angebracht. Da so eine Belüftungsebene entfällt, zeichnet sich die Variante durch eine niedrige Aufbauhöhe aus. 

Hingegen handelt es sich bei Kaltdächern um zweischalige Dachkonstruktionen. Hier befindet sich eine Ebene zur Lüftung zwischen der Dachhaut und Dämmebene bzw. zwischen den Dachsparren. Dieser Aufbau ermöglicht den Abtransport von Feuchtigkeit. 

Bei einem Umkehrdach liegt die Dachabdichtung des Daches direkt unter der Wärmedämmung. Die Dämmung muss aus witterungsbeständigen und wasserresistenten Materialien bestehen, wie zum Beispiel aus Polystyrol-Hartschaum. 
Aber wozu diese verkehrte Welt? Zum einen lassen sich bei diesem Flachdachaufbau die Dämmplatten sehr einfach lose verlegen, was eine Auflast durch Kies, Plattenbelag oder Gründach erfordert. Zum anderen schützt die Wärmedämmung die darunter liegenden Ebenen vor Hitze, Kälte und Feuchtigkeit. 

Aber aus welchen Schichten bestehen Flachdächer noch? Erfahre nun mehr über den Dachaufbau. 

Die Schichten des Flachdach Aufbaus 

Das am häufigsten verwendete Warmdach besteht aus einer Tragekonstruktion, aus der Wärmedämmung und der Dachhaut.Von unten nach oben gesehen, setzt sich ein Warmdach aus folgenden Ebenen zusammen:  

Der Untergrund 

Der Untergrund eines Flachdaches hat eine tragende Funktion und setzt sich in den meisten Fällen aus schwerem Stahlbeton oder aus leichteren Konstruktionen, wie beispielsweise Holz, zusammen. Auch eine Kombination aus Stahl und Holz ist möglich. 

Die Gefälleschicht  

Die darüber liegende Gefälleschicht, vorzugsweise aus Normalbeton oder aus Bitumensplitt sollte mindestens fünf Zentimeter dick sein und dient dem Abtransport von Niederschlägen Bei dem modernen Flachdachaufbau wird in den meisten Fällen das Gefälle mit der Wärmedämmung hergestellt.

Der Voranstrich 

Beim Voranstrich handelt es sich um eine Emulsion oder Lösung aus Bitumen, die als Haftgrund dient und Staub bindet.  

Die Dampfsperre 

Darüber folgt die Dampfsperre. Sie verhindert, dass Wasserdampf in die Dämmschichten eindringen kann. Hierfür eignen sich Materialien, wie Polyethylen, Aluminiumfolien oder Bitumenbahnen. Nach der Dampfsperre ist die Dämmschicht angebracht. Sie hält das Gebäude warm und gleicht Temperaturschwankungen aus. Für die Dämmung eignen sich Kunststoffe, wie Polystyrol und Polyurethan. Auch Mineralwolle oder Schaumglas zeigen sehr gute Eigenschaften zur Dämmung.  

Die Ausgleichsschicht 

Über der Dämmung befindet sich die Ausgleichsschicht, die dem Dampfdruckausgleich dient und die Übertragung von Spannungen reduziert. 

Die Dachabdichtung 

Ein weiteres wichtiges Element ist die Dachabdichtung. Sie sorgt für den Schutz des Daches und hält Regenwasser von den darunter liegenden Räumen fern. In vielen Fällen bildet sie die letzte und oberste Schicht. Sie setzt sich aus Dichtungsbahnen zusammen. Als Materialien kommen hier häufig Bitumen und PVC/FPO zum Einsatz. 

Optionale Schichten 

Bei der Dachabdichtung muss aber nicht Schluss sein. Ein typisches Erscheinungsbild sind Flachdächer mit Kiesschichten. Das hat besondere Gründe, denn Dachkies schützt das Gebäude vor UV-Strahlung und eignet sich als zusätzlicher Schutz vor Hitze und Kälte. Um etwas Gutes für die Umwelt zu tun, entscheiden sich einige Gebäudebesitzer alternativ für eine Solaranlage oder eine komplette Dachbegrünung. Fällt die Wahl auf ein Gründach, sind weitere Schichten notwendig. Dieses setzt sich aus einer Drainage, einem Systemfilter und einer Vegetationsschicht zusammen. Darauf kannst du dann Gräser und Kräuter pflanzen. 

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