Ladeinfrastruktur – was bedeutet das für meinen Standort?

Wenn Ladesäulen vor dem eigenen Firmengebäude stehen, können Firmen von echten Wettbewerbsvorteilen profitieren. Viele Unternehmer leisten auf dem Gebiet noch fleißige Pionierarbeit und bauen ausgewählte Standorte aus. Wer von Beginn an dabei ist, erhält eine hervorragende Chance, den Weg in eine nachhaltige Mobilität zu bereiten und von einem ergänzenden Marketinginstrument hinsichtlich eines besseren Images zu profitieren.

Eine Erfolgsgeschichte bietet zum Beispiel das Verbundprojekt „LamA – Laden am Arbeitsplatz“. 37 Fraunhofer-Institute haben sich bereits 2018 zusammengeschlossen, um eine großflächige Ladeinfrastruktur für E-Autos zu realisieren. Heute profitieren die Mitarbeiter von den beliebten Dienstwagenflotten. Insgesamt sind 480 Ladepunkte entstanden – bis 2022 sollen 142 weitere folgen.
Was sind die Ziele dahinter? Die Fraunhofer-Institute wollen jährlich circa 100 Tonnen Stickoxide reduzieren und gemeinsam mit der Bundesregierung, im Rahmen des Programmes „Saubere Luft 2017-2020“, einen starken Beitrag zur Luftverbesserung leisten. Dazu greift das Projekt zum Beispiel auf neueste Forschungsergebnisse aus den Feldern: Solarsysteme, Infrastruktursysteme und Arbeitswirtschaft zurück.

Weitere Ziele bestehen im Schutz natürlicher Ökosysteme. Zudem ist die Ladeinfrastruktur inzwischen ein netzdienlicher Bestandteil der bisherigen Energiestruktur in Deutschland, weil der der Solarstrom direkt vor Ort erzeugt und genutzt wird.

Dazu fördert das Projekt die Mobilität von Mitarbeitern. Denn Ladesäulen können die Attraktivität einzelner Unternehmensstandorte erheblich steigern. Doch welche Vorteile sind das genau?

Photovoltaik bringt nicht nur finanzielle Vorteile, sondern steigert auch den Wert als Arbeitgeber

Neben der Luftverbesserung und dem Umweltschutz am Standort können Unternehmer einen Mehrwert für Angestellte schaffen. Während sie im Büro arbeiten, können sie das Elektroauto für die nächste Geschäftsreise bequem nebenbei laden.

Das Laden am Arbeitsplatz hat außerdem steuerliche Vorteile. Dank einer Steuerbefreiung der Bundesregierung muss der genutzte Strom – im Gegensatz zum Tankgutschein – nicht als geldwerter Vorteil in der Einkommenssteuererklärung versteuert werden. Produzierst du in deinem Unternehmen dazu eigenen Strom mit einer Photovoltaikanlage, bist du komplett unabhängig von umliegenden Stromanbietern.

Die eigene Elektroautoflotte kann damit die Mitarbeiterbindung deutlich fördern und zeitgleich deine Attraktivität als Arbeitgeber stärken.

Übrigens: Denkbar sind zusätzliche Kooperationen zwischen Unternehmen und Gemeinden. Die Bereitstellung von Ladeplätzen für Mitarbeiter und die Möglichkeit zum Laden privater Fahrzeuge von Anwohnern, kann den Unternehmensstandort weiter aufwerten. Zudem fördern Kommunen solche Konzepte mit weiteren Zuschüssen. Konkret entstehen mit einer eigenen Elektroautoflotte, samt Solaranlage auf dem eigenen Firmendach, folgende Vorteile für den Standort:

Ladesäulen können an vielen verschiedenen Standorten stehen, wie zum Beispiel im firmeneigenen Parkhaus, auf privaten Firmenparkplätzen oder in öffentlich zugänglichen Bereichen. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage auf dem Firmendach entsteht eine hohe Unabhängigkeit gegenüber dem Stromnetz öffentlicher Anbieter. 
Welche Vorteile die Kombination aus Photovoltaik und der neuen E-Flotte außerdem für deinen Firmenstandort und deine Mitarbeiter bietet, erfährst du im Folgenden.

Warum sollte ich eine Photovoltaikanlage auf dem Dach meiner Firma installieren?

Wenn du nicht den Strom vom Netzbetreiber, sondern deinen selbst produzierten Solarstrom nutzen willst, dann eignet sich eine Photovoltaikanlage, die auf dem Firmendach angebracht wird. Ein Flachdach, Hallendach oder Industriedach bietet für eine PV-Anlage ausreichend Fläche und ist leicht zugänglich. Ein Flachdach nimmt in der Photovoltaik allerdings eine Sonderstellung ein, da aufgrund der verminderten Ertragsaussicht kaum jemand auf den Gedanken kommen würde, Module eben bzw. flach zu montieren. Aus diesem Grund werden die Photovoltaik-Module an einem Gestell montiert und aufgeständert.

Wenn du dich für eine Photovoltaikanlage auf dem Flachdach deines Unternehmens entscheidest, profitierst du von folgenden Vorteilen:

Photovoltaik für die Ladeinfrastruktur einer neuen Elektro-Fuhrparkflotte

Die Umrüstung auf eine Elektro-Fuhrparkflotte bringt Geschäftsführer und die beteiligten Manager in eine Vorreiterrolle. Als Vorbild gehen sie mit gutem Beispiel voran und übernehmen eine ökologische Verantwortung am Unternehmensstandort.

Die Entscheidung für ein passendes Konzept ist dabei oft nicht einfach, da das aktuelle Angebot von Elektrofahrzeugen und Ladesäulen-Herstellern sehr groß ist. In jedem Falle raten wir bei der Planung an eine spätere Erweiterung zu denken, damit die Infrastruktur skalierbar und somit zukunftsfähig bleibt.

Damit sich die Investition in die neue Flotte und in die Infrastruktur lohnt, kannst du auf deinem Betriebsgelände eigene Ladesäulen installieren. Ist die Photovoltaikanlage einmal auf dem Flachdach angebracht, wird über den Tag der durch die Solarmodule erzeugte Strom gespeichert und versorgt die Ladesäulen. Die Ladepunkte für die Elektroauto-Flotte können sich beispielsweise direkt an den Stellplätzen des Firmenparkplatzes befinden. Immer wenn ein Fahrzeug vor Ort ist, müssen Mitarbeiter den Stecker einstecken und der Akku des Stromers beginnt zu laden. Unabhängig davon, ob sich Unternehmen für freistehende Ladesäulen oder die etwas günstigeren Wandladestationen entscheiden – in beiden Fällen wird mehr Platz für die Parkplatzinfrastruktur benötigt. Schließlich wird das Elektroauto während des Ladevorganges nicht bewegt. Mitarbeiter sollten hier zwischen zwei bis circa acht Stunden Wartezeit einplanen, die je nach Automodell für das Laden anfallen können.

Intelligente Ladesteuerung bei deinen Elektrofahrzeugen

Für eine intelligente Ladesteuerung bei Flottenfahrzeugen sind ausgeklügelte Schaltschränke notwendig, die aus elektronischen Elementen zur Energiemessung, Fehlerstromschutzschaltern und der Ansteuerung der einzelnen Ladesäulen bestehen. Mit einem ausgeklügelten Lastmanagement ist es möglich, alle E-Fahrzeuge der Flotte gleichzeitig an die Ladepunkte anzuschließen, aber je nach Bedarf zu laden. Dadurch werden Lasten und Stromspitzen besser verteilt. Für Unternehmen bedeutet das ein schnelleres Laden. Je effizienter die Ladesteuerung ist, desto schneller stehen fahrtüchtige Autos aus der Elektroflotte im Arbeitsalltag wieder für den Mitarbeiter bereit.

Außerdem gilt für die Infrastruktur einer E-Flotte mit Photovoltaik grundsätzlich: Je größer der Fuhrpark, desto geringer fallen die Fixkosten und damit das wirtschaftliche Risiko aus.

Eine Elektro-Fuhrparkflotte bedeutet zudem einen politischen Beitrag in die Energiewende sowie einen klaren Mitarbeiter-Benefit. Neue Ladeinfrastrukturen sind außerdem sehr netzdienlich. Das sind auch die Gründe, warum der Staat für den Bau von Ladesäulen und für die eigene Solaranlage eine Reihe von Förderungen anbietet. Informiere dich bezüglich möglicher Förderungen am besten in deiner Stadt oder deiner jeweiligen Kommune.

Solltest du dich letztendlich für den Ausbau einer Elektroauto-Flotte in deinem Unternehmen entscheiden, empfehlen wir eine Photovoltaikanlage, die alle statischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllt. Im Folgenden erfährst du, inwiefern Flachdächer für eine Photovoltaikanlage geeignet sind.

Ist jedes Flachdach dafür geeignet?

Photovoltaikanlagen sind für nahezu alle Flachdächer geeignet. Allerdings sollten sich Bauherren und Planer Gedanken über die Sinnhaftigkeit und Statik machen. Während Süd-, West- und Ostdächer in der Regel genug Sonne abbekommen, lohnen sich nach Norden ausgerichtete Dächer eher weniger. Die Dachfläche ist ebenfalls ein entscheidender Faktor für den Nutzen von Photovoltaik.

Eine einfache und naheliegende Faustregel ist: Je größer das Flachdach und somit die Photovoltaikanlage, desto mehr Strom kannst du für deine Ladestationen produzieren.

Zudem bedeutet Photovoltaik auch ein höheres Gewicht für das Dach. Hier gilt: Bei einem Flachdach ohne Dachdurchdringung entsteht pro m² ein Mehrgewicht von 7 bis 15 Kilogramm. Weist das Dach eine Dachdurchdringung auf, kann sich das Gewicht auf 8 bis 35 Kilogramm je m² belaufen. 

Bei Dachdurchdringungen handelt es sich um Bauteile, die die Abdichtung des Flachdaches durchlaufen. Das können zum Beispiel Geländerstützen, Absturzsicherungen, Leitungen oder Schornsteine sein. Auch diese solltest du unbedingt bei der Planung der neuen Solaranlage berücksichtigen! Zwar ist die Statik klassischer Gebäudedächer für PV-Anlagen prinzipiell geeignet, sollte aber immer von einem Experten geprüft werden.

Sind diese Kriterien geklärt, kannst du eine möglichst sonnige Fläche erzeugen. Im Idealfall ist dein Flachdach komplett nach Süden ausgerichtet. Der optimale Aufstellwinkel der Solarmodule beträgt in Deutschland ca. 30° – 35°.

Solaranlagen auf Flachdächern – kleine Checkliste

Für die Planung einer Solaranlage solltest du einige Punkte beherzigen. Damit dir nichts entgeht, haben wir dir eine Checkliste für PV-Anlagen zusammengestellt. Gehe alle Punkte durch und kläre, ob folgende Voraussetzungen gegeben sind:

Sobald du diese Punkte geklärt hast, sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine Photovoltaikanlage auf deinem Firmen-Flachdach erfüllt. Hast du noch weitere Fragen zur Kombination aus einem neuen Dachaufbau, einer Photovoltaik-Infrastruktur und einer firmeneigenen Elektroautoflotte? Gern geben wir dir individuelle Tipps zu deinem Bauvorhaben.

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